Nach modernen Erkenntnissen ist bei einem Brand in erster Linie der gleichzeitig entstehende Rauch dafür verantwortlich, dass Gesundheit und Leben des Menschen bedroht sind. Über 90% aller Brandopfer sterben durch eine Rauchvergiftung. Zudem wird auch ein hoher Anteil des materiellen Brandschadens durch den Rauch verursacht.    

 

Durch Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen ist es möglich, den lebensbedrohlichen
Brandrauch abzuführen bzw. dessen Konzentration durch Verdünnung herabzusetzen.
Somit wird die Gefahr verringert, dass sich der Rauch im Gebäude ausbreitet und Fluchtwege,
wie z.B. Flure oder Treppenhäuser unpassierbar werden.
            

Im Rauchschutz wird eine Vielzahl von Abkürzungen verwendet.  
Hier werden einige davon erklärt:    

 

RWA -        Der Oberbegriff bezeichnet eine komplette Rauch- und Wärmeabzugsanlage, 

die sich aus den einzelnen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (RWG),
den Auslöse- und Bedienelementen, der Energieversorgung, den Leitungen,
der Zuluftversorgung und bei größeren Räumen den Rauchschürzen zusammensetzt.  

 

NRA -         Als natürliche Rauchabzugsanlage wird eine RWA bezeichnet

wenn ihre Funktion auf dem thermischen Auftriebs-Prinzip beruht

(z. B. bei Lichtkuppeln, Jalousien). 

 

MRA -         Als maschinelle Rauchabzugsanlage wird eine RWA bezeichnet,

wenn ihre Funktion mit motorischem Antrieb erfolgt (z. B. Ventilatoren).

 

RWG -        Ein Rauch- und Wärmeabzugsgerät ist das Element incl. der Öffnungssysteme,

das die Öffnung in Dach oder Wand zum Ableiten von Rauch nach aussen freigibt.

 

WA -           Als Wärmeabzug bezeichnet man eine Wand- oder Dachfläche,

die bei einer bestimmten Temperatur selbsttätig eine Öffnung freigibt

(z. B.durch Abschmelzen von thermoplastischen Dachlichtelementen),

aus der dann Brandhitze nach aussen entweichen kann.

RWA-Anlagen

(Rauch- und Wärmeabzugsanlagen)

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